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kleiderboerse/README.md
T
StefanandClaude Opus 5 31f59fd3c8 Phase 5: Gitea Actions, Betriebs-Compose und README
Ein Versions-Tag (v*) löst den Bau aus, ein Push auf main nicht - so bleibt
das Zusammenführen von Branches folgenlos und ein Release ist ein bewusster
Schritt. Die CI baut, testet das FERTIGE Image und veröffentlicht erst
danach; "latest" nur bei echten Tags.

Beim Durchspielen des Prüfschritts zwei Fehler gefunden, die beide erst in
der CI aufgefallen wären - und einer davon gar nicht:

1. "docker exec" ohne -i hängt kein stdin an. Das Here-Dokument lief damit
   ins Leere, python bekam ein leeres Programm, tat nichts und meldete
   Erfolg. Ein Test, der nie hätte fehlschlagen können. Lokal nachgestellt
   und mit -i behoben.
2. Die YAML war ungültig: eingebettete Python-Blöcke standen links vom
   Einzug und brachen den run-Block auf. Das Prüfskript liegt jetzt als
   scripts/image-pruefen.py vor - dadurch lässt es sich auch lokal gegen
   ein gebautes Image laufen lassen - und die Warteschleife ist einzeilig.

Aus der Kantone-App übernommen: github.ref_name geht über env in die
Shell statt direkt als Ausdruck (Tag-Namen dürfen " und $ enthalten, und
der Job hält ein Registry-Token), Anmeldung per --password-stdin, docker
logout mit if: always(), Rechte auf contents:read und packages:write.

docker-compose.betrieb.yml liefert bewusst KEIN Passwort mit: ohne eigenes
bleibt der Erfassungsbereich gesperrt. Genau das war die schwerste Lücke
der Kantone-App.

Ausserdem fehlte eine .dockerignore - der ganze Kontext samt .git und .env
ging an den Docker-Daemon, obwohl das Dockerfile nur gezielt kopiert.

81 Tests grün, der CI-Prüfschritt lokal gegen das gebaute Image
durchgespielt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01GR4bNaj9GtRu57J4Niii8o
2026-08-30 08:40:57 +02:00

183 lines
5.8 KiB
Markdown
Raw Permalink Blame History

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# Kinderkleider-Börse
Zu klein gewordene Kinderkleidung fotografieren, in einer Galerie zeigen und
an Familie, Freunde und Nachbarn weitergeben. Wer etwas brauchen kann,
reserviert es mit einem Klick ohne Konto, ohne Anmeldung.
Fürs Erfassen genügt das Smartphone: alles fotografieren, alle Fotos auf
einmal hochladen, die Angaben in Ruhe nachtragen.
---
## In vier Schritten
**1.** Einen leeren Ordner anlegen, zum Beispiel `kleiderboerse`.
**2.** Darin eine Datei namens `docker-compose.yml` anlegen und den Inhalt
von [`docker-compose.betrieb.yml`](docker-compose.betrieb.yml) hineinkopieren.
**3.** Zwei Werte eintragen:
```yaml
ADMIN_PASSWORD: "dein-passwort"
SECRET_KEY: "..."
```
Den `SECRET_KEY` erzeugen:
```bash
docker run --rm python:3.11-slim python -c "import secrets; print(secrets.token_urlsafe(48))"
```
Bleibt `ADMIN_PASSWORD` leer, ist der Erfassungsbereich gesperrt die
Galerie funktioniert trotzdem. Absichtlich ist kein Passwort vorgegeben:
ein mitgeliefertes stünde in dieser Anleitung und wäre damit bekannt.
**4.** Starten und öffnen:
```bash
docker compose up -d
```
→ <http://localhost:8090>
---
## Erfassen
Nach dem Anmelden gibt es zwei Wege:
**Viele auf einmal** der Weg für den Erstbestand. Zuerst alles mit der
Kamera-App fotografieren, dann alle Fotos zusammen hochladen. Pro Foto
entsteht ein Entwurf; unter *Entwürfe* trägst du danach Grösse und Kategorie
nach. Grösse, Kategorie, Saison und Zustand werden dabei vom zuletzt
gespeicherten Teil übernommen beim Abarbeiten einer Kiste sind das vier
Felder weniger pro Stück.
**Einzeln** Formular mit Foto, für spätere Nachträge.
Der Titel ist freiwillig. Bleibt er leer, steht dort automatisch Kategorie
und Grösse, also zum Beispiel „Jacken 98/104". Wird die Grösse später
korrigiert, ändert sich der Titel mit.
## Reservieren
Besucher brauchen kein Konto. Nach dem Reservieren erscheint ein Link, mit
dem sich die eigene Reservierung wieder aufheben lässt dieser Link sollte
aufbewahrt werden. Ohne ihn kann nur der Betreiber die Reservierung lösen.
Der Name der reservierenden Person erscheint **nicht** in der Galerie, dort
steht nur „reserviert". Sichtbar ist er ausschliesslich nach der Anmeldung.
---
## Betrieb
### Aus dem Internet erreichbar machen
Die App gehört hinter einen Reverse-Proxy, der HTTPS beendet. Wichtig dabei:
- `X-Forwarded-Proto` und `X-Forwarded-For` weiterreichen. Ohne das erkennt
die App nicht, dass der Browser verschlüsselt verbunden ist, und alle
Rate-Limits zählen auf die Adresse des Proxys ein einzelner Besucher
sperrte damit alle anderen aus.
- `COOKIE_HTTPS_ONLY` auf `"true"` lassen.
Die Galerie ist frei zugänglich, wird aber per `noindex` und `robots.txt`
von Suchmaschinen ferngehalten: sonst wären Fotos und Texte noch auffindbar,
wenn die Börse längst abgeräumt ist.
### Sicherung
Zwei Volumes enthalten alles, was nicht im Code steht:
| Volume | Inhalt |
|---|---|
| `kleiderboerse-db` | Datenbank (`/data`) |
| `kleiderboerse-bilder` | hochgeladene Fotos (`/uploads`) |
```bash
docker run --rm -v kleiderboerse-db:/d -v "$PWD":/sicherung alpine \
tar czf /sicherung/db.tar.gz -C /d .
docker run --rm -v kleiderboerse-bilder:/b -v "$PWD":/sicherung alpine \
tar czf /sicherung/bilder.tar.gz -C /b .
```
### Einstellungen
Alle über Umgebungsvariablen, keine im Image:
| Variable | Standard | Bedeutung |
|---|---|---|
| `ADMIN_PASSWORD` | | Passwort fürs Erfassen. Leer = gesperrt. |
| `ADMIN_PASSWORD_HASH` | | Alternative: fertiger bcrypt-Hash. Hat Vorrang. |
| `SECRET_KEY` | | Signiert das Sitzungs-Cookie. Ohne festen Wert nach jedem Neustart abgemeldet. |
| `COOKIE_HTTPS_ONLY` | `true` | Sitzungs-Cookie nur über HTTPS. |
| `RATE_LIMIT_RESERVE` | `5/hour` | Reservierungen pro IP. |
| `RATE_LIMIT_LOGIN` | `10/hour` | Anmeldeversuche pro IP. |
| `SESSION_IDLE_SECONDS` | `7200` | Abmeldung nach Ruhezeit. |
| `MAX_UPLOAD_BYTES` | `10485760` | Grösse eines einzelnen Fotos. |
| `DATABASE_PATH` | `/data/kleiderboerse.sqlite` | Ort der Datenbank. |
| `UPLOAD_PATH` | `/uploads` | Ort der Fotos. |
---
## Entwickeln
```bash
cp .env-example .env # dann ADMIN_PASSWORD darin anpassen
docker compose up -d --build
```
→ <http://localhost:8090>, API-Oberfläche unter `/docs`
Tests:
```bash
docker run --rm -v "$PWD":/app -w /app python:3.11-slim bash -c \
'pip install -q -r requirements-dev.txt && python -m pytest -q'
```
Datenbank-Migration nach einer Modelländerung:
```bash
alembic revision --autogenerate -m "Beschreibung"
```
### Aufbau
Ein Dienst, eine SQLite-Datei. FastAPI liefert sowohl die REST-API unter
`/api/v1/…` als auch die Seiten aus; HTMX tauscht beim Filtern nur die Liste
aus. Tailwind wird im Docker-Build über die Standalone-Binärdatei übersetzt
kein Node.js nötig.
```
app/
├── main.py Einstiegspunkt, Middleware, Sicherheits-Header
├── config.py Einstellungen aus Umgebungsvariablen
├── models.py Datenmodelle
├── crud.py Datenbankzugriffe
├── security.py Anmeldung, Sitzung, CSRF, Rate-Limits
├── images.py Upload prüfen und nach WebP wandeln
├── routers/ API- und Seiten-Routen
└── templates/ Jinja2-Vorlagen
```
Fremde Dateien (HTMX, Swagger, Schriften) liegen bewusst lokal im
Repository statt von einem CDN geladen zu werden: die Content-Security-Policy
erlaubt nur `script-src 'self'`, und ein CDN-Aufruf gäbe die IP-Adresse jedes
Besuchers an einen Dritten weiter.
## Veröffentlichen
Ein Versions-Tag löst den Bau des Images aus:
```bash
git tag -a v1.0.0 -m "Version 1.0.0 ..."
git push origin v1.0.0
```
Die CI baut, **testet das fertige Image** und stellt es erst danach in die
Registry. `latest` wird nur bei echten Versions-Tags gesetzt. Ein Push auf
`main` löst nichts aus.